Dürre

Niedersachsen verlängert Wasserentnahme


Die geringen Niederschläge im Winter und Frühjahr veranlassen die Regierung in Niedersachsen zum Handel. Das Umweltministerium lockert die Entnahme von Wasser für die Beregnung von landwirtschaftlichen Flächen gelockert.

Die Unteren Wasserbehörden erhalten einmalig und übergangsweise die Möglichkeit, den Zeitraum für die Nutzung von festgeschriebenen Wasserkontingenten von zehn auf 15 Jahre zu verlängern. Dies teilt das Umweltministerium in Niedersachsen mit. Landwirte, die bereits jetzt ihre Wasserentnahmekontingente ausgeschöpft haben, bekommen auf Antrag kurzfristig die Möglichkeit, weiter Grund- oder Oberflächenwasser für ihre Beregnungsanlagen zu nutzen.
„Wir verbessern den Handlungsspielraum landwirtschaftlicher Betriebe", sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD). Doch seien die Wasserressourcen schon wegen der Trinkwasserversorgung begrenzt.  Ebenso muss eine erhebliche Absenkung der Grundwasserspiegel und damit eine Mindestwasserführung von Bächen und Flüssen bis zum Trockenfallen vermieden werden. Lies fordert Landwirte auf, wassersparende Beregnungstechniken einzusetzen und eine der Trockenheit angepasste Fruchtfolge zu wählen.
In Niedersachsen können nun Landwirte 15 Jahre Wasser aus dem Grund- oder Oberflächenwasser entnehmen. Über die Menge entscheidet die Untere Wasserbehörde. „Wir erwarten, dass die Landwirtschaft die Verlängerung für fachlich fundierte Neuanträge nutzt. Auf dieser Basis muss eine auf längere Sicht verbindliche Neuregelung für zukünftige Wasserentnahmen gefunden werden.“ Nach bisheriger Praxis erhält ein Landwirt auf Antrag eine Erlaubnis über die Entnahme, die in der Regel sowohl den einzuhaltenden zehnjährigen Entnahme-Durchschnitt als auch das jährliche Maximum festlegt. Pro Jahr dürfen in der Regel 80 Liter/Quadratmeter verwendet werden.
Das niedersächsische Landvolk hält die Entscheidung für sinnvoll. Eine Sprecherin macht jedoch gegenüber agrarzeitung.de aufmerksam, damit könnten die Landwirte ihr Wasserkontingente welches bisher auf zehn Jahre ausgelegt war, auf weitere fünf Jahre verschieben. Aber eine Entlastung sei die Verlängerung nicht für Landwirte, da sich an der Wassermenge nichts ändere. 

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