Bundeshilfe

Dürreschäden erreichen fast 3 Mrd. €

Nachdem es monatelang nicht oder zu wenig geregnet hat, vertrocknen die Felder.
Foto: da
Nachdem es monatelang nicht oder zu wenig geregnet hat, vertrocknen die Felder.

Acht Bundesländer melden Dürreschäden in der Landwirtschaft. Die Bundesregierung will am Mittwoch bekannt geben, ob es sich um eine nationale Katastrophe handelt.

 

Die Ertragsausfälle in den Bundesländern sind damit weit höher als bisher vom Deutschen Bauernverband (DBV) mit 1 Mrd. € geschätzt. Die größte Schadenssumme kommt aus Niedersachsen mit 980 Mio. €. Der Verlust allein bei Weizen wird in Niedersachsen auf 136 Mio. € beziffert, schreibt die neue Osnabrücker Zeitung (NOZ). Durch die Trockenheit ist auf Wiesen und Weiden ein Schaden von 190 Mio. € entstanden.

Mecklenburg-Vorpommern meldete nach eigenen Angaben der Bundesregierung in den vergangenen Tagen Schäden in Höhe von 531 Mio. €, Brandenburg 260 Mio. € und Schleswig-Holstein 422 Mio. €. In Sachsen sind es 308 Mio. €, in Rheinland-Pfalz 180 Mio. €, in Thüringen 150 Mio. € und im Saarland 5,3 Mio. €. Bis Anfang der kommenden Woche will das Bundesagrarministerium (BMEL) die Prüfung über die Dürreschäden abschließen. Sollte sich das Extremwetter als ein Ereignis von nationalem Ausmaß in Deutschland herausstellen, wird Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) am Mittwoch auf der Kabinettssitzung finanzielle Hilfen vom Bund anfordern.



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