Dürrefolgen

Bereits Sorge um die nächste Ernte

DBV-Vizepräsident Wolfgang Vogel erwartet schwierige Ausgangsbedingungen für die Ernte 2019.
Foto: jst
DBV-Vizepräsident Wolfgang Vogel erwartet schwierige Ausgangsbedingungen für die Ernte 2019.

Die aktuelle Trockenphase wird auch Folgen für die Ernte im nächsten Jahr haben. Der Deutsche Bauernverband erwartet zudem negative Auswirkungen für die Herbstaussaat.

Bei den dürrebedingten Ernteschäden in diesem Jahr wird es nicht bleiben, zeigt sich der Vizepräsident des DBV, Wolfgang Vogel, überzeugt. Man müsse sich vor Augen führen, dass in den besonders betroffenen Regionen die Böden bis zu einer Tiefe von einem Meter völlig trocken seien. "Auf den Feldern bewegen wir uns eigentlich auf einer dicken Staubschicht", sagte Vogel im Rahmen der Vorstellung der DBV-Erntebilanz am Mittwoch in Berlin.

Nach der zum großen Teilen abgeschlossenen Ernte müssten jetzt bald die Herbstbestellung für die Nachfolgekulturen erfolgen.  Doch angesichts der Wetterprognosen, die - abgesehen von einer kleinen Regen- und Gewitterfront am kommenden Wochenende -, weitere Hitze und fehlende Niederschläge bis in den September hinein ankündigen, erscheine die Bodenbearbeitung sinnlos, so Vogel. 

Davon betroffen seien auch der genehmigte Anbau von Futterzwischenfrüchten auf ökologischen Vorrangflächen. Eine dadurch angestrebte Entspannung für die Futterversorgung der Tiere sehe er vorläufig nicht.

Die schlechten Ausgangsbedingungen erschwere auch die Anbauplanung der Betriebe für die kommenden Monate und lasse einen schwachen Start in die Vegetationsphase erwarten. Daher seien bereits jetzt negative Auswirkungen für die Ernte im nächsten Jahr zu erwarten, zeigte sich Vogel besorgt.

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