Dürrehilfen

Bayern verlangt kaum Unterstützung


Die finanziellen Dürrehilfen des Bundes sind bei Bayerns Bauern auf geringes Interesse gestoßen. Mit Trockenheit hatten diese seltener zu kämpfen. Außerdem bietet das Bundesland ein eigenes Hilfsprogramm.

Nur gut 100 Anträge sind bis zum Stichtag eingegangen, heißt es im bayerischen Landwirtschaftsministerium in München. Rund zwei Drittel der Anträge stammen aus den fränkischen Landesteilen, etwa ein Viertel sollen es aus der Oberpfalz sein. Bis Ende März können die Bauern ihre Unterlagen nachreichen.

Insgesamt hat der Bund für ganz Deutschland bis zu 170 Mio. € bereitgestellt. Die Antragstellung war bis zum 19. Dezember 2018 möglich. Fehlende Unterlagen können jedoch noch bis Ende März 2019 nachgereicht werden. Unterstützung durch die Bundesregierung können aber nur landwirtschaftliche Betriebe erhalten, die nachweislich wegen der Trockenheit in eine existenzbedrohliche Lage geraten sind. Die sind im Freistaat aber eher selten.

Eigenes Hilfsprogramm stößt auf größeres Interesse

Das relativ geringe Interesse der bayerischen Landwirte ist nämlich gerade damit zu erklären, dass sie von dem heißen und trockenen Sommer im abgelaufenen Jahr überwiegend deutlich weniger betroffen waren, als ihre Kollegen in den nördlichen sowie östlichen Bundesländern. Vor allem südlich der Donau gab es in der ersten Jahreshälfte 2018 sogar etwas mehr Niederschläge als im langjährigen Mittel. Außerdem hat die Staatsregierung parallel zum Bund ein eigenes Hilfsprogramm für Futterbaubetriebe aufgelegt. Dieses bayerische Programm scheint sehr attraktiv zu sein und stieß auf sehr viel größeres Interesse. Anders als bei den Bundeshilfen mussten die bäuerlichen Betriebe keine Existenzgefährdung nachweisen. Dafür gingen rund 3.600 Anträge ein. Bis zum Jahreswechsel hat der Freistaat gut 14 Mio. € an die Bauern ausgezahlt.



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