Dürrehilfen

Brandenburg zahlt Futterzuschuss

In Brandenburg ist das Dürre-Antragsverfahren gestartet. Landwirte sollen Unterstützung beim Futterzukauf erhalten. Die Verhandlungen zur Auszahlung von 340 Mio. € durch Bund und Länder stehen kurz vor dem Abschluss.

Dürre geschädigte Rinder-, Schweine-, und Schafhalter in Brandenburg können ab sofort einen Antrag für eine Beihilfe zur Unterstützung von Futterzukäufen beantragen. Das aus Landesmitteln finanzierte Programm ist nach der "De-minimis-Verordnung" ausgelegt. Danach ist ein Schwellenwert festgelegt, für den nicht extra die Zustimmung der EU-Kommission eingeholt werden muss. Die Summe der Beihilfen darf dabei in einem Zeitraum von drei Jahren 15.000 € nicht übersteigen. „Damit liegt auch der höchste Auszahlungsbetrag in diesem Programm bei 15.000 Euro“ erläutert Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger: „Gerade für kleine und mittlere Betriebe dürfte dies dennoch eine wirksame Hilfe sein, um die Folgen der Dürre besser auszugleichen.“

Beihilfen nach Erstattungsprinzip

In den Genuss der Beihilfe kommen nur Betriebe, die mindestens 30 Prozent Ertragseinbußen bei Futterkulturen zu beklagen haben. Die Dürreschäden in den Futterkulturen müssen nachweisbar sein, ebenso wie die für den Erwerb von Futter bezahlten Rechnungen. Die Bearbeitung erfolgt bis spätestens Mitte November, heißt es vom Landesamt.

Für kommende Woche grünes Licht für 340 Mio-Hilfen erwartet

Derweil sind die Verhandlungen von Bund und Ländern über die Kriterien zur Auszahlungen Dürrehilfen immer noch nicht abgeschlossen. Die in Aussicht gestellten Zuschüsse von insgesamt 340 Mio. € sollen nach einheitlichen Vorgaben an existenzbedrohte und bedürftige Betriebe ausgezahlt werden. Nach Informationen von agrarzeitung.de gibt es noch Änderungsbedarf. Schwierig gestaltet sich angeblich die Einstellung der Gelder, die bis Frühjahr 2019 gewährt werden sollen, in den Bundeshaushalt sowie in die Länderhaushalte. Damit verbunden ist auch die Höhe der Abschlagszahlungen, die Betriebe vorab erhalten sollen, um nicht akut in Existenznöte zu kommen. In der kommenden Woche sollen die Beratungen abgeschlossen sein. Die Dürrehilfen dürften auch auf der Agrarministerkonferenz besprochen werden, die in der nächsten Woche von Mittwoch bis Freitag in Bad Sassendorf stattfindet.

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