Bürokratie

Mehr als 300 Bauern haben schon Dürrehilfe beantragt


In zwei Bundesländern haben bereits rund 330 Betriebe ihre Anträge auf Dürrehilfe gestellt. In Thüringen liegt der Schaden bei mehr als 30 Mio. €.

Thüringen hat das Antragsverfahren als eines der ersten Bundesländer gestartet, um eine fristgerechte Prüfung, Bewilligung und Auszahlung der Dürrehilfen an landwirtschaftliche Unternehmen noch im Jahr 2018 umsetzen zu können. "Bis zum Ende des Antragsverfahrens am 2. November 2018 haben uns 183 Anträge von Agrarbetrieben auf Dürrebeihilfe erreicht", sagte eine Sprecherin des Agrarministeriums in Erfurt gegenüber agrarzeitung. de. Die gemeldeten Schäden liegen zwischen 5.000 und 1,1 Mio. € und ergeben in der Summe 30,4 Mio. €. Dies entspricht den von Thüringen gemeldeten Schäden an der Bundesagrarministerium im August 2018. Für Entschädigungszahlungen stehen 13,34 Mio. € bereit, die zu gleichen Teilen von Bund und Land finanziert werden.

Bis Anfang Dezember werden die Anträge anhand der vom Bund vorgegeben Kriterien auf Vollständigkeit und Gültigkeit geprüft. Bei fehlerhaften Angaben setzt sich die Thüringer Aufbaubank mit den Betrieben in Verbindung. Ende Dezember will Thüringen einen Großteil der Dürrehilfen auszahlen, um die betroffenen Betriebe so schnell wie möglich finanziell zu unterstützen.

Online-Antragsfrist läuft in Kiel bis Ende November

In Schleswig-Holstein haben bislang 150 akut existenzgefährdete Landwirte die Dürrehilfen beantragt. Für weniger stark betroffene Betriebe läuft die Online-Antragsfrist noch bis zum 30. November 2018, teilt das Agrarministerium in Kiel mit. "Frühestens in der ersten Dezemberhälfte werden wir einen Überblick über alle Anträge haben", sagte Agrarminister Jan Philipp Albrecht. Gemäß der Bund-Länder-Vereinbarung zur Dürrehilfe kann maximal die Hälfte der Dürreschäden ersetzt werden. Die Mitarbeiter der regionalen Außenstellen des Landesamts für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) prüfen die Anträge und stellen die Zwischenbescheide über die gewährten Vorschüsse aus.

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