DVT-Jahrestagung

Futtermühlen fordern Rohstoffsicherheit


Jan Lahde, Präsident des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT), betonte das Potential neuer Methoden in der Pflanzenzüchtung.
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Jan Lahde, Präsident des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT), betonte das Potential neuer Methoden in der Pflanzenzüchtung.

Die Mischfutterindustrie in Deutschland sieht in neuen Methoden der Pflanzenzucht Vorteile. Für deren Bewertung gebe es großen politischen Handlungsbedarf..

"Nur mit einem freien Zugang zu global verfügbaren Ressourcen können wir eine nachhaltige Tierernährung realisieren", so Jan Lahde, Präsident des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT), am Donnerstag in Berlin. Anlässlich der 19. Jahrestagung des DVT verwies Lahde vor den mehr als 350 Teilnehmern auf die aktuellen und anhaltenden Diskussionen über den Import von Soja sowie neuer Technologien in der Pflanzenzucht.

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Betroffen mache ihn die kritische öffentlich Meinung zu modernen Technologien in der Pflanzenzucht. Diese böten aus seiner Sicht eindeutige Vorteile weil sie Fortschritte im Sinnen der Nachhaltigkeit sowie des Klimaschutzes leichter erreichbar werden ließen, sagte Lahde. Für Futterhersteller sei es dringend notwendig, Rechtssicherheit für den Import von Rohwaren zu erlangen, die am Ursprungsort nicht als gentechnisch verändert eingestuft seien. Um Versorgunsmärkte nicht zu gefährden, müssten Bestimmungen zu agrarischen Rohstoffen verschiedener Weltregionen miteinander kompatibel sein, lautet der Appell des DVT.



Im vergangenen Wirtschaftsjahr 2018/19 lag die  Mischfutterproduktion in Deutschland nach Angaben des DVT mit 23,8 Mio. t leicht unter der des Vorjahres mit 24,0 Mio. t. Für das zweite Halbjahr 2019 erwartet der Verband weiter leicht rückläufige Zahlen.




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