EEG

Biogasanlagen brauchen Investitionsschutz

2019 steht die Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) auf der Agenda. Thüringen prescht mit einer Bundesratsinitiative vor.

Die Umweltministerin in Thüringen, Anja Siegesmund (Grüne), hat die Biogas-Branche dazu aufgerufen, gemeinsame Positionen für die Novelle des EEG 2019 zu finden, um die Zukunft der hiesigen Biogasanlagen zu sichern. „Wir müssen unverzüglich damit beginnen, Vorschläge für verbesserte Ausschreibungsbedingungen zu entwickeln.“, sagte die Ministerin auf der Biogasfachtagung in Erfurt. Sigismund will den Fortbestand der Biogasanlagen in einer Bundesratsinitiative zur Novelle des EEG einbringen. Ihr Engagement wird vom Fachverband Biogas e.V. und Landesbauernverbande Thüringen (TBV) unterstützt.

„Eine Überarbeitung des EEG 2017 ist dringend geboten, da das Auslaufen der EEG-Förderung den Anlagenbestand in Thüringen massiv gefährde“, so Toralf Müller, Vizepräsident des TBV. So sind seit 2012 bereits zehn Biogasanlagen (BGA) in Thüringen stillgelegt worden. In den letzten beiden Ausschreibungsrunden 2017 bekamen nur eine und in diesem Jahr drei BGA einen Zuschlag. Derzeit gibt es 274 Biogasanlagen in Thüringen mit einer installierten, elektrischen Leistung von 138 MW, die zu 90 Prozent in landwirtschaftliche Betriebe integriert sind.

Die Novelle des EEG 2019 zielt auf eine Änderung des Investitions- und Vertrauensschutzes für Biogasanlagen ab, die Gülle einsetzen oder auf eine bedarfsgerechte Energieerzeugung umgerüstet werden. „Durch steigende technische Forderungen, zur Verweilzeit von Gülle, stehe die Nutzung von Reststoffen auf dem Spiel",  argumentiert der Fachverband Biogas. Weiterhin müssten die Anreize zur bedarfsgerechten Stromerzeugung verbessert werde, etwa durch eine Erhöhung des Flexdeckels, durch den die Menge der durch Biogasanlagen eingespeisten Energie ins Stromnetz reguliert wird.

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