Eier-Skandal

BVL gibt Entwarnung bei Fipronil

Die Untersuchungen im Rahmen des Fipronil-Skandals liefern positive Ergebnisse: Die getesteten eihaltigen Lebensmittel waren durchweg nicht gesundheitlich bedenklich. Das zeigt ein aktueller Bericht des BVL.

Die heute vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlichten Untersuchungsergebnisse zeigen, dass in 116 der 903 Proben Rückstände von Fipronil nachgewiesen wurden. Sämtliche gemessenen Fipronilgehalte lagen jedoch deutlich unterhalb der Konzentration, die vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als gesundheitlich bedenklich angesehen wird.

Den höchsten Anteil an Proben mit Fipronilnachweis hätten die Überwachungsbehörden für Halbfertigerzeugnisse wie Eipulver und Flüssigei gemeldet. In dieser Kategorie sei jede vierte Probe belastet gewesen. Bei alkoholischen Getränken wie Eierlikör habe man in 17 Prozent der Proben Rückstände festgestellt. Mit 6 Prozent am geringsten belastet waren Fertiggerichte, so das Bundesamt. In der Kategorie Feinkost seien 8 Prozent der Proben auffällig gewesen. Wie das BVL erläuterte, existiert für verarbeitete Produkte kein gesetzlicher Höchstgehalt für Fipronil-Rückstände. Daher sei eine Umrechnung auf die in dem jeweiligen Produkt eingesetzte Ei-Menge notwendig gewesen. 

Durch die illegale Anwendung eines fipronilhaltigen Schädlingsbekämpfungsmittels mussten im vergangenen Spätsommer europaweit Eier zurückgerufen und vernichtet werden. Das betraf auch Lebensmittel, in denen Eier verarbeitet wurden wie Nudeln, Mayonnaise oder Eierlikör.

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