Eierwirtschaft

Legehennenhalter vor großem Kostendruck


Die Legehennenhalter stellen sich auf weiter steigende Kosten ein. Der Lebensmittelhandel stehe in der Pflicht, die höheren Aufwendungen zu honorieren, heißt es vom Bundesverband Deutsches Ei (BDE).

Aktuell lägen die Kosten für die Eiererzeuger bereits um 15 Prozent über dem Vorjahr, beziffert der Vorsitzende des BDE, Henner Schönecke, den finanziellen Mehraufwand für die Branche. Angesichts der derzeit laufenden Ausschreibungen für die in der Eierwirtschaft üblichen Jahreskontrakte zwischen Erzeugern und dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH)  appelliert der BDE an die Abnehmer, die zusätzlichen Kosten angemessen zu würdigen. Doch offenbar sei der Handel nicht bereit, den erheblichen Anstrengungen der Branche mit Blick auf auf das gesellschaftlich und politisch gewollte Tierwohl zu entsprechen und wolle sogar weniger zahlen als bisher, kritisiert der BDE.  

Hinzu kommen aufgrund des Dürregeschehens konkret zu erwartende deutliche Preissteigerungen für Futtermittel. Die Kosten pro t Mischfutter lägen bereits um 50 bis 60 Euro über dem Vorjahrespreis und würden die Kosten pro Ei um 0,3 bis 0,5 Cent erhöhen. Der aus Gründen des gewünschten Mehr an Tierwohl seit 2017 eingeführte Verzicht auf das Schnabelkürzen habe für die Erzeuger einen erheblichen Managementaufwand und höhere Kosten zur Folge, so der BDE. Als weitere Faktoren für steigende Kosten nennt der BDE die Entsorgung von Geflügelmist, die Ausweitung der Lkw-Maut auf Bundestraßen zum 1. Juli dieses Jahres sowie anziehende Löhne und Personalkosten von Dienstleistern. 




Diesen Hinweis wolle die Organ

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