Eiweißbericht

EU will mehr Leguminosen


Sojafeld in Österreich
Foto: Soja aus Österreich
Sojafeld in Österreich

In den kommenden Jahren werden deutlich mehr GVO-freies Soja, sowie Erbsen und Bohnen aus dem heimischen Anbau nachgefragt, meint die EU-Kommission. Sie rät zu Anreizen für Landwirte in der GAP und zu zusätzlichen Forschungsanstrengungen.

Große Absatzmöglichkeiten sieht der neueste Bericht der EU-Kommission über die Entwicklung von Eiweißpflanzen in Spezialfuttermitteln für Rinder. Deutschland und Österreich sind dem Papier zufolge  unter den EU-Mitgliedstaaten führend. In Österreich werden 100 Prozent der Milch, 100 Prozent des Hähnchenfleischs und 80 bis 90 Prozent der Eier aus Futtermitteln ohne importiertes GV-Soja hergestellt. In Deutschland ist der Anteil von GV-freiem Rinderfutter von 9 Prozent in Jahr 2012 auf 40 Prozent im Jahr 2017 angewachsen.

Es gebe zudem immer mehr Lebensmittel, in denen Fleisch und Milch durch pflanzliches Eiweiß ersetzt werden. Nicht nur zur Verbesserung des Selbstversorgungsgrades, sondern auch wegen der günstigen Wirkungen auf die Umwelt, sollte der Anbau von Soja, Erbsen und Ackerbohnen in der EU gefördert werden, heißt es in dem Papier. In den vergangenen Jahren ist die Fläche mit Eiweißpflanzen in der EU gewachsen. Das lag vor allem am Greening. Auf einem Drittel der ökologischen Vorrangfläche wuchsen Leguminosen. Da das Greening in der anstehenden GAP-Reform abgeschafft werden soll, empfiehlt die EU-Kommission den EU-Mitgliedstaaten, in ihren nationalen Strategieplänen Anreize für den Anbau von Eiweißpflanzen zu schaffen.

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