Eiweißpflanzen

EU-Abgeordnete wollen Direktzahlungen für Leguminosen


Das EP möchte die Sojaimporte aus Südamerika verringern. Deshalb soll der Anbau in der EU gefördert werden. Auch sollte die EU Soja aus anderen Teilen der Welt einführen, um nicht mehr so abhängig von Argentinien und Brasilien zu sein.

Mit freiwilligen gekoppelten Direktzahlungen sollte der Anbau von Eiweißpflanzen in der EU gefördert werden. Das meinen die Europaabgeordneten, die im Plenum in Straßburg eine Erklärung mit 542 Ja-Stimmen, 33 Nein-Stimmen und 109 Enthaltungen verabschiedeten. Zudem solle der Anbau von Leguminosen auf der ökologischen Vorrangfläche zugelassen werden und zwar im Ökoanbau und in der konventionellen Landwirtschaft. Zurzeit ist der Einsatz von chemischen Betriebsmitteln auf der ökologischen Vorrangfläche verboten. Weiterhin setzt sich das Parlament für den Aufbau von lokalen Verarbeitungs- und Vermarktungsketten für heimische Eiweißpflanzen ein. „Wir brauchen dringend einen ambitionierten Plan, um den Anbau von Eiweißpflanzen in der EU auszudehnen“, betonte der französische Sozialdemokrat Jean-Paul Denanot, der den Bericht geschrieben hat. Die EU-Kommission will sich zum Jahresende hin zur Zukunft von Eiweißpflanzen in der EU äußern.

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