Energiewende

Bundesnetzagentur bestätigt Pläne

Kurz vor Jahresende hat sich die Bundesnetzagentur bei ihren Netzentwicklungsplänen (NEP) 2017 bis 2030 festgelegt. Darin hat sie auch kurzfristige Maßnahmen bestätigt, um möglichen Engpässen wegen des Ausstiegs aus der Atomenergie zu begegnen.

Zu den in den Plänen enthaltenen Projekten hat sie außerdem einen Umweltbericht veröffentlicht. Die Vorhaben müssten zügig umgesetzt werden, damit der Umbau der deutschen Energieversorgung bewältigt werden könne, so die Bundesnetzagentur.

Insgesamt hat die Bundesnetzagentur 96 der 165 von den Übertragungsnetzbetreibern vorgeschlagenen Maßnahmen bestätigt. Der Netzentwicklungsplan Strom 2017 bis 2030 umfasst damit im Vergleich zum geltenden Bundesbedarfsplan knapp 1.000 zusätzliche Trassenkilometer, von denen der Großteil als Verstärkung bereits bestehender Verbindungen geplant ist.

Um den aufgrund des Atomausstiegs zu erwartenden Netz­engpässen ab dem Jahr 2023 zu begegnen, bestätigt die Bundesnetzagentur erstmals auch kurz­fristig um­zusetzende Ad-hoc-Maßnahmen. Sie sollen helfen, die Kosten für das Engpass­manage­ment zu mildern. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Phasen­schieber­transformatoren, die an bestimmten Stellen des Über­tragungs­netzes zu errichten sind.

Die Bonner Behörde schlägt 16 neue Vorhaben zur Aufnahme in den Bundesbedarfsplan vor. Diese Vorhaben seien unabhängig von zukünftigen Weichenstellungen in jedem Fall notwendig und nachhaltig. In diesem Zusammenhang appelliert die Agentur an den Gesetzgeber, auch über den bereits seit mehreren Jahren diskutierten Ausbau des Wechselstromnetzes zwischen Hessen, Thüringen und Bayern zu entscheiden.

stats