Entwarnung

US-Behörde verteidigt Glyphosat


Die US-Umweltbehörde schließt nach wie vor Krebsrisiken durch Glyphosat aus, wenn es sachgerecht angewendet wird. Zur Eingrenzung ökologischer Risiken sollen Auflagen folgen.

Die US-Umweltbehörde (EPA) stuft den Herbizidwirkstoff wie bisher als „nicht krebserregend“ ein. „Die EPA sieht weiterhin keine Risiken für die öffentliche Gesundheit, wenn Glyphosat entsprechend der aktuellen Anweisungen verwendet wird“, bekräftigte die Behörde in dieser Woche. Wie sie aber bereits Ende 2017 angekündigt hat, müssen Farmer mehr dafür tun, um Risiken für das Ökosystem zu minimieren.

Die EPA fordert, dass die Glyphosatausbringung künftig gezielter erfolgt und dabei Bestäuber besser geschützt werden. Außerdem soll ein gezieltes Resistenzmanagement helfen, dass die Glyphosatresistenz von Problemunkräutern wie Palmer Amaranth sich nicht weiter ausbreiten. Dazu hat sie Maßnahmen vorgeschlagen, die jetzt noch von Bauern- und Umweltverbänden kommentiert werden können.

US-Agrarminister verteidigt Glyphosat

Agrarminister Sonny Perdue hat sich in einer Mitteilung erleichtert über die EPA-Mitteilung zu Glyphosat geäußert. „Um die Ernährung von weltweit zehn Milliarden Menschen zu ermöglichen, müssen wir alle verfügbaren Werkzeuge nutzen. Das schließt die Verwendung von Glyphosat ein“, sagte Perdue. Glyphosat ist in der US-Agrarwirtschaft das am meisten verbreitetste Herbizid.

Die EPA steht mit ihrer jetzigen Entwarnung zum Krebsrisiko im Gegensatz zu den jüngsten Gerichtsurteilen in den USA, die ein solches Krebsrisiko bestätigt haben. Bayer ist seit der Übernahme von Monsanto mit einer Klagewelle in den USA konfrontiert. Sie hat dazu geführt, dass der Aktienkurs von Bayer eingebrochen ist und die Hauptversammlung dem Konzernvorstand vor einer Woche mehrheitlich die Entlastung verweigert hat.

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