Ernährung

Canola-Verband verteidigt Rapsöl


Der kanadische Rapsverband widerspricht einer neuen Studie: Es gebe keine Beweise, dass Rapsöl Alzheimer-Symptome verstärkt.

Der kanadische Rapsverband Canola Council of Canada warnt von falschen Interpretationen einer Studie am Alzheimer-Zentrum der Temple Universität in Philadelphia. Diese kommt zu dem Ergebnis, dass Labormäuse mit Alzheimer-Symptomen nach regelmäßigem Konsum von Rapsöl schwächere Gedächtnisleistungen und höhere Ablagerungen im Gehirn aufweisen.

Mehrere Gründe führt der Rapsverband unter Verweis auf kanadische Ernährungswissenschaftler auf, die gegen eine Gesundheitsgefährdung durch Rapsöl sprächen:

  • Die Studie sei mit eigens für die Alzheimer-Forschung gezüchteten Labormäusen durchgeführt worden, die Ergebnisse ließen sich aber nicht auf den Menschen übertragen. Das hätten bereits Versuche mit Medikamenten gegen Alzheimer gezeigt.
  • Darüber hinaus zweifelt der kanadische Rapsverband die Versuchsmethodik an. So hätte die Testgruppe zusätzlich Rapsöl erhalten, mit dem die Kalorienzahl erhöht worden sei, ohne in der Vergleichsgruppe einen adäquaten Ausgleich zu schaffen.
  • Ferner ließen sich die Versuchsergebnisse einer ähnlichen Studie, die bei Zufütterung von Olivenöl kein höheres Alzheimer-Risiko erbrachte, nicht direkt vergleichen. Dazu sei es erforderlich, Rapsöl und Olivenöl direkt in einem Fütterungsversuch gegeneinander antreten zu lassen.


Dr. Peter J. Jones, Ernährungswissenschaftler an der Universität von Manitoba, kommt zu dem Schluss, dass die neue Studie keinerlei Aussagekraft für Verbraucher habe.

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