Konjunktur

Ernährungsindustrie macht weniger Umsatz

Besonders das Auslandsgeschäft der deutschen Ernährungsindustrie steht unter großem Preisdruck. Der Einkauf der Rohstoffe war im August hingegen recht günstig.

Der Umsatz der Branche lag im Juni 2018 mit 15 Mrd. € um 1,5 Prozent unter dem Wert des Vergleichsmonats im Vorjahr, berichtet die Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie (BVE) in ihrem aktuellen Konjunkturreport. Sowohl der Inlands- wie auch Auslandsumsatz sind gesunken. Mit einem Rückgang um 3,9 Prozent auf 4,9 Mrd. € ist das Auslandsgeschäft besonders betroffen. Als Ursache dafür nennt die BVE starken Druck auf die Preise.

Im Inland haben sich die Verkaufspreise nur mäßig erholt. Sowohl mengen- wie auch wertmäßig beträgt der Umsatzrückgang im Inlandsgeschäft 1,5 Prozent. Die Lebensmittelproduktion zeigt sich im kalender- und saisonbereinigten Produktionsindex mit 0,5 Prozent leicht rückläufig.

Rohstoffbeschaffung um 10 Prozent günstiger

Gleichzeitig berichtet der BVE von günstigen Einkaufsbedingungen bei den Agrarrohstoffen. Denn im August 2018 führte eine gute Angebotslage an den Weltmärkten zu einem Preisrückgang. Der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel gab um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat nach. Damit notierte der Index 10,2 Prozent unterhalb des Vorjahresniveaus. Die Rohstoffbeschaffung ist ein zentraler Kostenfaktor in der Lebensmittelproduktion.


Dennoch herrsche in der Branche Zuversicht, so die BVE. Die Stimmung werde getragen durch positive Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate. Dennoch werde das Vorjahresniveau der Branchenkonjunktur wohl nicht erreicht werden können.

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