Ernährungsindustrie

Schwaches Exportgeschäft belastet


Die deutsche Ernährungsindustrie verzeichnet ein stabiles erstes Halbjahr 2018. Sorgen bereiten die Entwicklungen im Auslandsgeschäft.

Galt bisher der Export als Wachstumsmotor der Branche, so blieb dieser Impuls im ersten Halbjahr 2018 aus, heißt es in der Mitteilung der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) zur Halbjahresbilanz 2018. Diese falle daher mit einem nur leichten Umsatzplus von 1,1 Prozent gemäßigter aus als im Vorjahr. Den Umsatz der Ernährungsindustrie in den ersten sechs Monaten 2018 beziffert die BVE auf 88,1 Mrd.  €. Stützende Preiseffekte habe es nur im Inlandsgeschäft gegeben, dagegen seien die Verkaufspreise im Export gesunken. Trotz Preissenkungen, Handelsbarrieren in Drittländern und schwacher EU-Binnenmarktkonjunktur habe das Exportgeschäft mit 0,6 Prozent leicht zugelegt, jedoch reiche das Wachstum nicht an den Zuwachs im Inland heran. Die Exportquote konnte nicht ausgebaut werden, so die BVE. Markterschließungen in chancenreichen Drittändern seien ins Stocken geraten. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2018 Lebensmittel im Wert von 28,9 Mrd. € exportiert.

Trotz gedämpfter Branchenkonjunktur sei die Stimmungslage in der Branche laut dem ifo-Geschäftsklimaindex in den ersten sechs Monaten jedoch sogar besser als im Vorjahr, teilt die BVE mit. Offenbar habe die schwächere Konjunktur den Erwartungen der Lebensmittelhersteller entsprochen. Für die zweite Jahreshälfte sei von einem Anhalten dieses Trends auszugehen, stellt sie in Aussicht.

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