Ernährungsindustrie

Umsatzdelle zum Jahreswechsel


Die Ernährungsindustrie in Deutschland verzeichnet für Dezember 2018 einen Rückgang der Geschäfte. Für die kommenden Monate wird mit einer Belebung gerechnet.

Um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 14,4 Mrd. € ist der Umsatz der deutschen Ernährungsindustrie im Dezember 2018 gesunken, berichtet die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Als Grund dafür nennt sie das Ausbleiben eines positiven Saisoneffekts im Inland. Auch das Exportgeschäft habe die Umsätze nicht stützen können. Den Angaben zufolge exportierten die Unternehmen Waren im Wert von 4,4 Mrd. €, entsprechend einem Rückgang von 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bereinigt um die Preise sei der Rückgang sogar noch größer gewesen.

Als zusätzliche Belastung der Unternehmen zeige sich die Entwicklung an den Agrarrohstoffmärkten. Nach einer längeren Durststrecke habe sich der HWWI-Rohstoffindex im Januar 2019 bezogen auf den Vormonat um 1,5 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 Prozent erhöht. Dies werde sich mittelfristig auch auf die Verbraucherpreise auswirken, so die BVE.

Auf der Grundlage des monatlich erscheinenden ifo-Geschäftsklimaindex lasse sich jedoch ein kräftiger Aufschwung in der Bewertung der aktuellen Bewertung des Geschäftsklimas der Branche ableiten. Das Geschäft für die nächsten sechs Monate werde in der Branche positiv bewertet. Auch für die Auslandsgeschäfte, die Verkaufspreise sowie Produktionspläne und Beschäftigung werde eine positive Entwicklung erwartet. Im Januar 2019 hätten sich die Lebensmittelpreise um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht. In den entsprechenden Vergleichzeiträumen seien die allgemeinen Lebenshaltungskosten um 0,5 Prozent beziehungsweise 0,7 Prozent gestiegen.



Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats