Erneuerbare Energie

Durchwachsenes Gutachten des EU-Rechnungshofes

Mit den Programmen für den ländlichen Raum wird auch die Erzeugung von erneuerbarer Energie gefördert. Diese Projekte wirken sich aber nur teilweise positiv auf die Wirtschaft in ländlichen Regionen insgesamt aus, bemängelt der Europäische Rechnungshof (ERH).

Die erneuerbare Energie habe ein großes Potenzial, um die Wirtschaft in den ländlichen Räumen zu beleben. Diese Synergiepotenziale werden von den Förderprogrammen aus der 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik unzureichend genutzt. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt der Sonderbericht des EU-Rechnungshofes „Erneuerbare Energie für eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums“.

Die Prüfer haben dazu verschiedenen Projekte zur Gewinnung von Biogas, Wind- und Solarstrom unter die Lupe genommen. Einige dieser Vorhaben nutzten ausschließlich dem Projektbetreiber, andere wirkten sich auch positiv auf die Entwicklung des ländlichen Raums aus.

Für die kommende Programmperiode von 2021 bis 2027 empfiehlt der Rechnungshof, speziell solche Energieprojekte mit Synergieeffekten auszusuchen. Dazu sollten die EU-Mitgliedstaaten auf das Ausschreibungsverfahren zurückgreifen. Zudem spricht sich der Rechnungshof dafür aus, einer nicht nachhaltigen Erzeugung von Biomasse einen Riegel vorzuschieben.

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