Erneuerbare Energie

Parlament bestätigt Kompromiss


Bis 2030 sollen 14 Prozent der Energie im Transportsektor aus erneuerbarer Energie bestehen. Pflanzliche Biotreibstoffe werden bei 7 Prozent gedeckelt. Das Plenum des Europaparlaments stimmt dem Ergebnis des Trilogs vom Juni zu.

Mit 495 Befürwortern, 68 Gegenstimmen und 61 Enthaltungen votierte das Europaparlament in Straßburg für ein neues Regelwerk für erneuerbare Energie bis ins Jahr 2030 (RED II). Darin sollen Biodiesel und Bioethanol aus pflanzlichen Rohstoffen ihren Platz behalten, wenn auch nicht an Bedeutung gewinnen. Zwischenzeitlich hatte der Umweltausschuss des Parlaments ein Ende für Pflanzentreibstoffe gefordert, weil sie mit Nahrungsmitteln in Konkurrenz um knappe Ackerflächen stehen. Im Trilog mit den EU-Mitgliedstaaten wurde aber heutigen Biotreibstoffen eine Zukunft bis 2030 gesichert. Biotreibstoffe der 2. Generation sollen immerhin ab 2025 einen Mindestanteil im Transportsektor von 1 Prozent haben und im Jahr 2030 von 3,5 Prozent.

Copa/Cogega, der europäische Dachverband der Bauern- und Genossenschaftsorganisationen, zeigte sich erleichtert über das Ergebnis, bei dem bis zu 7 Prozent an pflanzlichen Biotreibstoffen auf den Anteil der erneuerbaren Energie von 14 Prozent angerechnet werden dürfen. Copa/Cogega bedauert dagegen, dass Palmöl nicht vor 2030 verboten wird. Das schränke den Spielraum für Biodiesel und Bioethanol aus der EU ein und damit auch das Angebot von heimischen Eiweißfuttermitteln als Nebenprodukte aus der Kraftstoffherstellung, kritisiert der Verband. Jetzt muss der EU-Ministerrat dem Ergebnis des Trilogs noch zustimmen, bevor die Verordnung im EU-Amtsblatt veröffentlicht wird.

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