Erneuerbare Energien

EEG-Umlage wird geringer


Die EEG-Umlage sinkt 2019 weiter, obwohl die geförderte Strommenge steigt. Die Bundesnetzagentur lobt die Reformen.

Im kommenden Jahr beträgt die Umlage zur Deckung der Kosten des nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergüteten Stroms 6,405 ct/kWh. Sie sinkt damit im Vergleich zu 2018 um knapp 6 Prozent. Bereits seit 2014 liegt die EEG-Umlage auf einem stabilen Niveau, obwohl die durch das EEG subventionierte Strommenge in dieser Zeit um 50 Prozent gestiegen ist, berichtet die Bundesnetzagentur. Festgelegt wird die EEG-Umlage jährlich Mitte Oktober für das folgende Kalenderjahr von den Übertragungsnetzbetreibern.

Zwei Faktoren senken die EEG-Umlage

Zur Begründung des Rückgangs 2019 nennt die Bundesnetzagentur zum einen steigende Börsenstrompreise und zum anderen niedrigere Umlagen bei Strom aus Neuanlagen. Durch die Reformen des EEG seien die Förderkosten für neue Anlagen im Jahr 2019 günstig geworden, so die Bundesnetzagentur. Außerdem berichtet sie von einem hoher Kontostand des EEG-Umlagekontos. Er betrug zum Stichtag 30. September 3,65 Mrd. €. Dieser positive Saldo fließt senkend in die Berechnung der EEG-Umlage 2019 ein.

Die Bundesnetzagentur relativiert außerdem Klagen über hohe Strompreise. Private Haushalte zahlen seit 2013 jährlich im Durchschnitt 0,4 Prozent mehr für Strom. Der Preis sei damit langsamer als die allgemeine Inflation von 1,2 Prozent pro Jahr gestiegen.

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