Erneuerbare Energien

Höfken bricht Lanze für Biogas


Die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin, Ulrike Höfken (Grüne), ist zu Besuch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb.
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Die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin, Ulrike Höfken (Grüne), ist zu Besuch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb.

Die rheinland-pfälzische Ministerin Ulrike Höfken will den Betrieb von Biogasanlagen stärker fördern. Zu Biokraftstoffen der ersten Generation hat sie ein eher kritisches Verhältnis.

„Wir wollen auf Bundesebene einen vernünftigen Ausbaupfad für Biomasse im Erneuerbaren Energien Gesetz erreichen“, sagte Ulrike Höfken (Grüne), Landwirtschaftsministerin in Rheinland-Pfalz, am Freitag bei einem Pressegespräch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb. Die Biomasse sei „für einen gewissen Zeitraum ein wichtiger Energieträger, der Flexibilität ermöglicht“, fügte die Ministerin hinzu. Stärkere Förderung für eine kombinierte Nutzung von Energie aus Biogasanlagen, etwa im Strom und Wärmebereich, hält sie in dem Zusammenhang für wünschenswert.

„Wir wollen natürlich nicht, dass Raps und Mais in Unmengen für Biogasanlagen angebaut werden“, betonte Höfken. Man setze daher stark auf Reststoffe. Bei Biogasanlagen betonte die Ministerin, dass es wichtig sei, einen „flexiblen Betrieb von Biogasanlagen zu unterstützen, also keinen 24 Stunden Dauerbetrieb“, so die Grünen-Politikerin.

„In der Landwirtschaft könnten Biokraftstoffe einen guten Beitrag zur Treibhausgaseinsparung leisten, der auch nachhaltig wäre.“
Ulrike Höfken (Grüne), Landwirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz, 

Biokraftstoffe waren der Ministerin allerdings nur eine Randnotiz wert; im Verkehrssektor beschränkten sich viele ihrer Äußerungen auf Elektromobilität, und die Schaffung der Infrastruktur für deren Nutzung. Die Bundesregierung habe ambitionierte Ziele für die Erneuerbaren Energien im Verkehrssektor definiert. „Die Landwirtschaft kann Beitrag über den Treibstoff leisten“, so Höfken. „In der Landwirtschaft könnten Biokraftstoffe einen guten Beitrag zur Treibhausgaseinsparung leisten, der auch nachhaltig wäre“, konkrete die Ministerin. Eine Nutzung von Biokraftstoffen der ersten Generation im Pkw-Bereich hält Höfken dagegen für nicht so wünschenswert, wie sie vermehrt durchblicken ließ.

Des Weiteren sprach Höfken sich dafür aus, Unterschiede in der Besteuerung von Benzin und Diesel abzuschaffen. Agrardiesel sei in dem Zusammenhang  „eine besondere Sache“, so die Ministerin. „Wir haben uns immer eingesetzt für eine EU-weite Harmonisierung der Besteuerung von Agrardiesel.“ So können nach ihrem Dafürhalten Wettbewerbsunterschiede zwischen Mitgliedstaaten mit uneinheitlicher Subventionierung von Agrardiesel über unterschiedlich hohe Steuervorteile vermeiden.

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