Ernte 2018

Raps- und Winterweizenfläche geschrumpft

Foto: Rainer Sturm / Pixelio.de

Deutsche Landwirte ernten in diesem Jahr weniger Weizen. Das liegt mitunter auch an der geringeren Anbaufläche. Die Rapsanbaufläche schrumpfte um drei Prozent.

Die Anbaufläche von Winterweizen ist in diesem Jahr um knapp sechs Prozent auf 2,95 Mio. ha gegenüber 2017 gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) ersten Schätzungen zufolge mitteilt, entspricht dies einem Rückgang von 174.000 ha gegenüber 2017. Damit nimmt der Winterweizen immer noch die Hälfte der Getreideanbaufläche ein und bleibt die wichtigste Getreideart. Das meiste Getreide säen die Landwirte im Herbst. Doch zwischen August und November 2017 regnete es vor allem im Norden und Nordosten so viel, dass die Herbstaussaat buchstäblich ins Wasser fiel. Das erklärt den starken Flächenrückgang, der heute offiziell von Destatis bestätigt wird. Für den Anbau von Wintergetreide entfällt eine Fläche von knapp 5 Mio. ha. Dies entspricht einem Rückgang von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Vorläufige Tendenz
Die Angaben zu den Anbauflächen zur Ernte 2018 beruhen auf den Mitteilungen einer begrenzten Anzahl von Ernte- und Betriebsberichterstattern in den Bundesländern von Mitte April 2018. Daher sind die Ergebnisse als vorläufige Anbautendenzen zu bewerten, die sich von den Angaben der Bodennutzungshaupterhebung im Juli 2018 unterscheiden können.
Dafür wichen die Landwirte auf das Frühjahr aus. Die Aussaat von Sommergetreide erfolgte auf  691.000 ha, fast 36 Prozent mehr als 2017. Der Getreideanbau insgesamt  in Deutschland  wird im Jahr 2018 voraussichtlich eine Anbaufläche von 5,8 Mio. ha erreichen.Bei den einzelnen Kulturen rangiert Wintergerste mit 1,22 Mio. ha (minus 1 Prozent) hinter Weizen. Auf  Roggen und Wintermenggetreide entfallen 532.000 ha und damit fast soviel wie im Vorjahr.

Weniger Raps angebaut

Die Anbaufläche von Winterraps ging im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf 1,26 Mio. ha zurück. Dies dürfte mehr der Fruchtfolge und den unsicheren Marktaussichten für Raps geschuldet sein. Eine leichte Flächenausdehnung meldet destatis für Zuckerrüben: Gegenüber 2017 stieg die Anbaufläche um knapp 4 Prozent auf 422.000 ha.  Für Kartoffeln wurde eine Anbaufläche von 249.000 ha genutzt. Der Anbau bewegt sich um ein Prozent unter Vorjahresniveau.

Neben Getreide spielt auch der Anbau von Silomais im Feldfruchtanbau in Deutschland eine große Rolle, wofür eine Fläche von 2,15 Mio. ha genutzt wurde. Das entspricht einem Flächenzuwachs von fast drei Prozent oder 53.000 ha gegenüber 2017. Hülsenfrüchte nehmen eine vergleichsweise geringe Anbaufläche ein. So wurden Erbsen zur Körnergewinnung auf  75.000 ha angebaut (minus 12 Prozent gegenüber 2017). Die Anbaufläche von Ackerbohnen ist im Vergleich zum Vorjahr um gut 16 Prozent auf 54.000 ha gestiegen.

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