Erntebilanz

Rukwied fordert Unterstützung


Die Schäden seien noch höher als erwartet, betont der Deutsche Bauernverband (DBV). Präsident Joachim Rukwied hält Hilfsmaßnahmen für Einzelbetriebe für dringend geboten.

"Das derzeitige Schadensbild, nicht nur bei Getreide und Ölssaten, sondern vor allem bei Grundfutter, bestätigt unsere ersten Befürchtungen", sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied heute in Berlin.  Eine Unterstützung für Einzelbetriebe mit nachweisbaren Ertragsausfällen von mehr als 30 Prozent hält Rukwied für erforderlich. Die Minderernte für Getreide und Raps umfasse voraussichtlich 26 Prozent, sei jedoch regional sehr unterschiedlich und betrage in vielen Fällen bis zu 70 Prozent.

Aus acht Bundesländern lägen Schadensmeldungen in Höhe von rund 3 Mrd. € vor. Tatsächlich sei die Schadenssumme also sogar noch höher anzusetzen, so Rukwied. Zahlen für eine mögliche Unterstützung nannte Rukwied aber nicht. Er stellt jedoch klar, dass die für das Jahr 2003 als Vergleichsgröße häufig genannte Zahl von insgesamt 80 Mio. € sicher nicht ausreichen werde.

Der DBV fordert vor allem die Anerkennung als Schadenereignis von nationalem Ausmaß. Nur dann kann der Bund auch finanziell unterstützen, ansonsten sind alleine die Länder dafür verantwortlich. Da die Ernteausfälle regional sehr unterschiedlich sind, ist noch völlig unklar, auf welcher Basis die Gelder gerecht verteilt werden könnten. Eine Verteilung mit der "Gießkanne" ist auch seitens des DBV nicht gewünscht, wie der DBV-Präsident heute im Morgenmagazin kundtat.

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