Ernteeinschätzung

Litauen ruft Notstand aus

Weil der Fluss Neris kam mehr Wasser führe, soll Weißrussland die Reservoirs öffnen.
Bild: Pixabay / daeron
Weil der Fluss Neris kam mehr Wasser führe, soll Weißrussland die Reservoirs öffnen.

Die aktuelle Hitzewelle über Europa hat in dem baltischen Land an der Grenze zu Weißrussland eine Dürre ausgelöst. Die Regierung rechnet damit, die Hälfte der Ernte zu verlieren.

Zum zweiten Mal in Folge ruft die litauische Regierung den Notstand aufgrund einer schweren Dürre aus. Im Juni erlebte Litauen einen neuen Hitzerekord mit 35,7° Celsius. Laut übereinstimmenden Berichten von internationalen und litauischen Medien gehe der zuständige Umweltminister Kęstutis Mažeika von Ernteeinbußen von 40 bis 50 Prozent aus. Auch die Fischbestände seien gefährdet. Die litauische Regierung wandte sich an das Nachbarland Weißrussland mit der Bitte, die Reservoirs zu öffnen und so den Wasserstand des Flusses Neris zu erhöhen. Bereits im vergangenen Jahr 2018 musste das Land den Notstand wegen der Dürre ausrufen. Nur so können Ausgleichszahlungen in Höhe von 8,5 Mio. € gezahlt werden.

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