EU-Abgeordnete

Brief an Bundeskanzlerin


Marlene Mortler und Norbert Lins warnen vor Veränderungen, mit denen die gesamte Landwirtschaft nicht klar käme.
Bild: Mortler/Lins
Marlene Mortler und Norbert Lins warnen vor Veränderungen, mit denen die gesamte Landwirtschaft nicht klar käme.

Landwirte in Deutschland sehen ihre Lage zunehmend pessimistisch. Das berichtet der Deutsche Bauernverband (DBV), der sich auf das Konjunkturbarometer Agrar seines Verbandes bezieht.

 

Die künftige Entwicklung würde dabei noch ungünstiger eingeschätzt als die aktuelle Lage. Vor allem der Mangel an verlässlichen Rahmenbedingungen dämpfe die Investitionen, besonders bei tierfreundlichen Ställen. Vor diesem Hintergrund schrieb jetzt die bayerische EU-Abgeordnete Marlene Mortler (CSU) zusammen mit Peter Jahr MdEP und Norbert Lins MdEP (beide CDU) an Bundeskanzlerin  Angela Merkel (CDU). In dem Schreiben nehmen die Abgeordneten Stellung zur aktuellen Stimmung unter deutschen Bauern, die man ernst nehmen müsse.

Dazu erklärt Marlene Mortler: „Die Sorgen unserer Landwirte in Deutschland kumulieren sich und werden immer größer. Denn die Politik entfernt sich immer weiter von der sogenannten guten fachlichen Praxis. Wenn unsere Landwirte nach und innerhalb des gesetzlich vorgegebenen Rahmens arbeiten, dann dürfen wir das nicht ständig in Frage stellen.“ Peter Jahr pflichtet bei: „Die Landwirte müssen sich weiterhin auf uns verlassen können und allen voran unser Tun verstehen. Immer wieder werden politische Entscheidungen an naturwissenschaftlichen Erkenntnissen vorbei getroffen. Wir werden uns nicht wissentlich an der Diskreditierung eines gesamten Berufstandes beteiligen.“ Norbert Lins ergänzt: „Die Stimmung innerhalb der Landwirtschaft besorgt mich. Landwirte werden in der Gesellschaft mehr und mehr als Verursacher von Umweltproblemen gesehen, dabei sind Landwirte in Wahrheit Teil der Lösung. Wir müssen aus Landwirtschaftssicht weiterhin und noch vermehrt praktikable und umweltfreundliche Lösungsvorschläge anbieten und damit Wege finden, die gesellschaftliche Akzeptanz der Landwirtschaft in der Bevölkerung wieder zu stärken.“

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