EU-Agrarbudget

Österreich nimmt Kürzungen hin

Die drohende Lücke im EU-Haushalt durch den Brexit will Österreich nicht wieder füllen. Kürzungen im Agrarsektor sind deshalb möglich. Bäuerliche Familienbetriebe will die österreichische Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger aber schonen.

„Es werden immer die gleichen zur Kasse gebeten“, bemängelte Köstinger am Rande des EU-Agrarrats in Brüssel. Österreich werde als Nettozahler für eine um Großbritannien verkleinerte EU nicht zusätzliche Mittel bereitstellen. Das bedeute aber nicht automatisch eine Kürzung der Subventionen für österreichische Landwirte. Stattdessen müssten die Schwerpunkte in der GAP geändert werden. Den bäuerlichen Familienbetrieb und die Qualität will Köstinger zukünftig in den Fokus rücken. Die „Massenproduktion“ sollte dagegen weniger gefördert werden. Sollten dennoch Mittel aus dem EU-Agrarhaushalt fehlen, könne Österreich aus dem nationalen Haushalt auch kompensieren, stellte Köstinger in Aussicht.

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