EU-Agrarministerrat

Brexit wirft seine Schatten


Der Auflösungsvertrag für den Brexit soll möglichst nicht mehr angetastet werden, um den schwierigen Abstimmungsprozess in Großbritannien nicht zu gefährden. Das meinen die EU-Mitgliedstaaten. Die EU-Agrarminister forderten eine Kontinuität im Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen.

Ein Austritt von Großbritannien werde vor allem die EU-Exporteure von Schweinefleisch treffen, warnte die österreichische Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger. Es käme deshalb auf gesicherte Handelsbeziehungen an, forderte die amtierende EU-Ratspräsidentin und berichtete, dass der Bexit auch ein Thema unter den EU-Agrarministern sei, wenn es auch nicht auf der offiziellen Tagesordnung stehe. Großbritannien müsse die Umweltauflagen der EU und die bestehenden Produktionsauflagen in nationales britisches Recht umsetzen, erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Sie ist zuversichtlich, dass auch die Briten den Austrittsvertrag akzeptieren werden. Der Agrarsektor habe auf beiden Seiten der inneririschen Grenze ein großes Interesse an einem möglichst reibungslosen Austausch, führte die deutsche Ministerin aus. Die EU-Außen- und Europaminister werden heute auf ihrem Treffen den Auflösungsvertrag durchwinken, damit er am kommenden Sonntag von den Staats- und Regierungschefs verabschiedet werden kann.

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