EU-Agrarministerrat

Hochrangige Gruppe für Zucker


Bild: Pixabay / 955169

Die niedrigen Zuckerpreise geben den EU-Agrarministern Anlass zur Sorge. Die EU-Kommission richtet deshalb eine hochrangige Gruppe aus Vertretern der EU-Mitgliedstaaten ein. Diese sollen möglichen politischen Handlungsbedarf auf dem EU-Zuckermarkt ausloten.

Eins stellte EU-Agrarkommissar Phil Hogan auf dem EU-Ministertreffen in Brüssel erneut klar: Er lehnt Hilfen für die private Lagerhaltung PLH) von Zucker ab. Das verzögere nur den Anpassungsprozess durch die Rübenanbauer und Zuckerhersteller, betonte Hogan und rechnet mit einem baldigen Rückgang des Anbaus in der EU wegen der niedrigen Zuckerpreise. Italien forderte im Rat die Öffnung der privaten Lagerhaltung und wurde dabei von Rumänien, Belgien, Spanien, Ungarn und Slowenien unterstützt. Tschechien regte im EU-Agrarrat direkte Zuwendungen aus dem EU-Agrarhaushalt für die preisgeschädigten Rübenbauer an.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner lehnt die PHL für Zucker ab und erklärte sich mit dem Interventionskritischen Kurs der EU-Kommission einverstanden. Hogan will den EU-Zuckermarkt immerhin unter besonderer Beobachtung halten. Obwohl er die PHL ablehnt, hält der Agrarkommissar einen Austausch unter hochrangigen Experten aus den nationalen Ministerien für sinnvoll. Vorgaben für ein Ergebnis der hochrangigen Gruppe für die Lage auf dem EU-Zuckermarkt gibt es nicht.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats