EU-Agrarministerrat

Hogan lehnt Hilfen ab


Die Preise für Zucker, Milch und Schweinefleisch stehen unter Druck. Einzelne EU-Mitgliedstaaten fordern eine Unterstützung der EU. Agrarkommissar Phil Hogan lehnt dies ab.

Frankreich und Belgien forderten auf den EU-Agrarrat Maßnahmen zur verbilligten Abgabe von Magermilchpulver zur Verfütterung. Die meisten Minister unterstützten diese Forderung. Die EU-Kommission geht dagegen nicht mit. Hogan will stattdessen die Interventionsbestände an Magermilchpulver nach und nach im laufenden Ausschreibungsverfahren verkaufen. „Das ist besser als neue komplizierte Maßnahmen mit geringer Wirkung“, hielt Hogan den EU-Mitgliedstaaten entgegen.

Spanien brachte Beihilfen für die private Lagerhaltung ins Spiel, um dem Fall des Zuckerpreises entgegenzuwirken. Auch das lehnt Hogan ab. Er denke nicht an Maßnahmen, wolle aber den weiteren Verlauf auf dem EU-Zuckermarkt genau beobachten. Polen forderte die Eröffnung der privaten Lagerhaltung für Schweinefleisch um die Preise zu stützen. Die EU-Kommission ging nicht darauf ein. Sie sieht es als ihre Aufgabe an, den Export von Schweinefleisch nach Asien durch diplomatische Offensiven zu fördern.

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