EU-Agrarministerrat

Hogan lehnt PLH für Schweinefleisch ab


EU-Agrarkommissar Phil Hogan sagt "Nein" zu Hilfen für polnische Schweinehalter.
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EU-Agrarkommissar Phil Hogan sagt "Nein" zu Hilfen für polnische Schweinehalter.

Polen ist erneut im EU-Agrarrat mit einem Hilfsgesuch in Brüssel gescheitert. Die polnischen Schweinefleischerzeuger erwarten Lagerhilfen der EU, um die Preise zu stabilisieren. EU-Agrarkommissar Phil Hogan lehnt diese ab.

Hogan sieht Anzeichen für eine Anpassung der polnischen Landwirte an die niedrigen Preise für Schweinefleisch. Es würden dort weniger Ferkel erzeugt, erklärte der EU-Agrarkommissar auf dem Ministertreffen in Brüssel. Deshalb gebe es keinen Grund für die Eröffnung der privaten Langerhaltung (PLH). Hogan wies zudem auf die saisonal bedingen Preisrückgänge hin und auf die guten Exportaussichten, die durch die Öffnung des japanischen Marktes im Februar 2019 noch verbessert würden. Die Regierung in Warschau steht wegen der Proteste von Landwirten unter Druck. Im Agrarrat forderte der polnische Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski deshalb eine finanzielle Unterstützung der betroffenen Betriebe aus dem EU-Haushalt und die PLH für Schweinefleisch. Der litauische Landwirtschaftsminister Janis Duklavs beschwerte sich im Rat, dass Polen wegen der Afrikanischen Schweinpest kein Schweinfleisch mehr aus Litauen zulasse und sieht darin einen Verstoß gegen EU-Recht.

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