EU-Agrarministerrat

Nachholbedarf beim integrierten Pflanzenschutz

Über zahlreiche Themen werden die EU-Agrarminister am kommenden Montag debattieren, ohne dass gleich gesetzgeberische Vorhaben dahinter stecken. Dazu gehören der Pflanzenschutz, laufende Handelsgespräche und Biotreibstoffe.

Die EU-Kommission wird im kommenden Agrarrat ihrem Bericht über die nachhaltige Nutzung von Pflanzenschutzmitteln vorstellen. Sie sieht Fortschritte in den EU-Mitgliedstaaten, was die Beratung von Landwirten angeht. Auch bei der Ausbringungstechnik und der Lagerung soll sich einiges verbessert haben. Dafür bemängelt die EU-Kommission, der integrierte Pflanzenschutz habe nicht die gewünschte Verbreitung. Die Minister werden gefragt, was zukünftig besser gemacht werden sollte. Zudem wird die EU-Kommission über den Stand der Handelsgespräche mit Mexiko und den südamerikanischen Mercosurländern informieren.

Osteuropa für Treibstoff vom Acker
Die estnische Ratspräsidentschaft wird von einer Konferenz über nachhaltige Bodenbearbeitungsmethoden von Anfang Oktober in Tallin berichten und mit den Ministern über das Thema debattieren. Den Tagesordnungspunkt „Sonstiges" bestreiten diesmal osteuropäische EU-Mitgliedstaaten. Polen, Ungarn, Tschechien, die Slowakische Republik, Bulgarien und Rumänien wollen Treibstoffen vom Acker auch nach 2020 eine Zukunft ermöglichen. Sie fordern deshalb in einer gemeinsamen Erklärung die EU-Kommission auf, auf strenge Obergrenzen für konventionelle Biotreibstoffe zu verzichten. Die Slowakische Republik wird von einer Konferenz über „Gleiche Qualität für alle" berichten. Dabei geht es um die Kritik an unterschiedlichen Rohstoffzusammensetzungen von europaweit verkauften Markenprodukten.

 

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