EU-Agrarministerrat

Verschärfte Kontrollen für Wurstbrote


Die größte ASP-Gefahr für die EU geht von illegal importierten Schweinefleisch aus.
Bild: jus
Die größte ASP-Gefahr für die EU geht von illegal importierten Schweinefleisch aus.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bleibt ein Problem. Zu hoher Wachsamkeit bei Fleischimporten ruft EU-Verbraucherkommissar Vytenis Andriukaitis die EU-Mitgliedstaaten auf.

Die EU habe es bisher geschafft, die Seuche einigermaßen im Griff zu halten, erklärte Andriukaitis auf dem EU-Agrarrat in Brüssel. In China, der Mongolei, Kambodscha und Korea breite sich die Afrikanische Schweinepest dagegen aus. Illegales Schweinefleisch aus Asien sei deshalb die größte Bedrohung für die EU, hielt der EU-Kommissar fest. Jedenfalls dauere es trotz aller Forschungsanstrengen noch, bis ein Impfstoff gegen ASP gefunden werde. Bis dahin könne die Seuche nur durch hohe Aufmerksamkeit und gezielte Maßnahmen bekämpft werden, mahnte Andriukaitis.

Das Vereinigte Königreich bestätigte im EU-Agrarrat, dass am Flughafen in Belfast im Juni rund 300 kg illegales Schweinefleisch aus Asien beschlagnahmt wurden. In einzelnen Proben wurden Seuchenerreger nachgewiesen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner stufte ebenfalls Reisende als großes Risiko ein. Klöckner hält deshalb Aufklärungskampagnen an Flughäfen und Autobahnraststätten für ein wichtiges Element der Seuchenvorbeugung.

China soll europäisches Schweinefleisch akzeptieren

Die meisten Minister, die sich im Rat zu diesem Tagesordnungspunkt meldeten, forderten China auf, das Regionalisierungsprinzip einzuhalten. China sollte Schweinefleischimporte aus allen EU-Mitgliedstaaten zulassen, die keine ASP-Fälle hätten oder in denen lediglich die Wildschweine betroffen seien. Alle Minister lobten den Erfolg der Tschechischen Republik, die inzwischen wieder zum „seuchenfreien Land“ erklärt wurde.

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