EU-Agrarministerrat

Hogan gewährt Vorschüsse wegen Trockenheit

Die EU-Mitgliedstaaten sollen Landwirten zur Liquidität verhelfen, die unter der Trockenheit leiden. Eine vorzeitige Auszahlung der Direktzahlungen gewährt EU-Agrarkommissar Phil Hogan.

Polen sprach im EU-Agrarministerrat die außergewöhnliche Trockenheit im Mai und Juni an. Die Landwirte bräuchten deshalb Hilfen aus dem EU-Agrarhaushalt, forderte der polnische Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski. Auch Schweden und die Slowakische Republik beklagten die Trockenheit. Irland sprach einen ungewöhnlich harten Winter an. „Wir habe kein Geld im äußerst knapp kalkulierten EU-Agrarhaushalt“, stellte EU-Agrarkommissar Phil Hogan gleich klar. Er könnte deshalb nur die Liquidität der betroffenen Landwirte verbessern. Die EU-Mitgliedstaaten dürfen die erste Rate der Direktzahlungen im Oktober auf 70 Prozent erhöhen und die ländlichen Fördermittel auf 85 Prozent führte Hogan aus. Außerdem werden die Auflagen für das Greening gelockert.

Ende Juli Entscheidung zu Brachflächen

Die Landwirte dürfen Brachflächen abweiden und ernten, um ihre Futtermittelgrundlage zu verbessern. Das soll in Brüssel Ende Juli beschlossen werden und rückwirkend gelten. Die baltischen und die skandinavischen EU-Mitgliedstaaten sowie Polen und Portugal wollen von der Erleichterung Gebrauch machen. Schließlich erwähnte Hogan nationale staatliche Beihilfen als mögliche Maßnahmen. Ein Anstieg der Futtermittelpreise sei in der EU aber noch nicht zu bemerken, erklärte Hogan.

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