EU-Agrarrat

EU-Agrarreform, ASP und Zucker auf der Agenda


Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 beschäftigt am kommenden Montag sowohl den EU-Agrarrat als auch den Agrarausschuss im Europaparlament. Darüber hinaus lassen sich die Mitgliedstaaten auf den neuesten Stand in Sachen Schweinepest bringen.

Der EU-Agrarrat am kommenden Montag in Luxemburg hat neben vielen Themen rund um die Fischerei auch die Reform der GAP auf der Agenda stehen. Konkret geht es neben einem weiteren Austausch über die Reformplände der Kommission um eine Unterrichtung der Agrarressortchefs der Mitgliedstaaten zur geplanten Verordnung über GAP-Strategiepläne. Dahinter steckt, dass jeder Mitgliedstaat seine Ausgangslage und seine Bedürfnisse mit Blick auf allgemeine Ziele der EU-Agrarpolitik analysiert und mit einem eigenen, individuellen Strategieplan hinterlegt – einschließlich der zur Erreichung der Ziele veranschlagten, finanziellen Mittel aus dem EU-Budget. Die Kommission müsste laut Planung jeden dieser Berichte billigen, und die Mitgliedstaaten jährlich in Brüssel eine Leistungsbilanz vorlegen. 

Darüber hinaus gibt es ein Update zum Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) sowie deren aktuelle Verbreitung in Mitgliedstaaten wie Rumänien, Polen und Bulgarien und zuletzt auch Belgien. Außerdem stehen die aktuellen Entwicklungen auf dem EU-Zuckermarkt auf der Agenda.

Experten-Workshop zu Reformplänen

Nicht nur die Mitgliedstaaten, auch der Agrarausschuss im Europaparlament beschäftigt sich am Montag mit dem Thema GAP. Die Fachpolitiker veranstalten einen Workshop zur GAP nach 2020, in dem Experten die Pläne der Kommission zur Neugestaltung der Agrarpolitik auf Herz und Nieren prüfen sollen. Geladen sind Wissenschaftler, die aus den Bereichen Biotechnologie, Agrarmarkt- und Politikanalyse und Wirtschaft, Geografie und Demografie stammen. Auch ein Experte der Universität Wageningen hat dort seinen Auftritt und analysiert die geplanten Neuausrichtungen der Direktzahlungen und der Programme zur Ländlichen Entwicklung mit Blick auf Umweltprobleme und künftige Herausforderungen für die Agrarstruktur. 

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