EU-Agrarrat

Minister debattieren GAP-Reform


Eine erste Aussprache über den Reformvorschlag der EU-Kommission steht auf der Tagesordnung des EU-Agrarministerrates am kommenden Montag in Luxemburg. In den meisten EU-Mitgliedstaaten überwiegt im frühen Stadium der Verhandlungen die Kritik, auch wenn sie den Vorschlag als Diskussionsgrundlagen akzeptieren.

Die Angleichung der Direktzahlungen in Ost und West, die Deckelung der Prämien und die mangelnde finanzielle Ausstattung des EU-Agrarbudgets gehören zu den zentralen Streitpunkten über die anstehende Reform. Frankreich, Irland, Spanien, Portugal, Finnland und Griechenland haben ein gemeinsames Papier verfasst, in dem sie Kürzungen im EU-Agrarhaushalt ablehnen, und das sie auf dem Rat am Montag vorstellen werden.

Da am Vormittag der Fisch auf der Tagesordnung des Agrarrates steht, werden sich die Minister erst am Nachmittag der Agrarpolitik widmen. Neben der GAP-Reform geht es auch um die aktuelle Lage auf den EU-Agrarmärken, über die die EU-Kommission berichten wird. Frankreich kritisiert die hohen Bestände an Magermilchpulver in der Intervention, die auf den Milchpreisen lasten. Frankreich fordert deshalb zum Abbau der Bestände eine gesonderte Ausschreibung für die Verfütterung von Milchpulver.


Polen beklagt die niedrigen Preise für Schweinefleisch bei zudem auch noch hohen Futtermittelkosten. Polen fordert deshalb Hilfen für die private Lagehaltung für Schweinfleisch.

Unter den Punkt „Sonstiges“ möchte Slowenien auf den Rückgang der Insekten in der EU aufmerksam machen und über Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität sprechen.

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