EU-Binnenmarkt

Ernährungswirtschaft betont positive Effekte


Mit Beginn des Jahres 2018 existiert der EU-Binnenmarkt seit 25 Jahren. Die Ernährungswirtschaft in Deutschland profitiert davon stark.

Seit Januar 1993 können Unternehmen in der EU ihre Geschäfte ohne Zölle, mit vielen vereinheitlichten Regelungen und damit mit weniger bürokratischem Aufwand tätigen, berichtet die Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie (BVE). Von dem stetigen Wachstum des Binnenmarktes seit 1993 habe die deutsche Wirtschaft und damit auch die deutsche Ernährungsindustrie profitiert. Nach vier Erweiterungsrunden der EU seit 1993 hätten die deutschen Lebensmittelhersteller heute gut ein Drittel mehr Kunden im Handel mit den EU-Mitgliedsstaaten, heißt es in der BVE-Mitteilung. Auch sei die EU heute noch weit vor den USA der weltweit größte Im- und Exporteur von Lebensmitteln.

"In der Ernährungsindustrie verdienen wir jeden vierten Euro im EU-Ausland", erklärt BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff. Seit 1993 stieg der Anteil des Handelsvolumens von 69 auf 75 Prozent und bei den Ausfuhren von 70 auf 74 Prozent. Im Jahr 2017 würden sich die im Binnenmarkt gehandelten Agrar- und Lebensmittelimporte auf 321 Mrd. € belaufen, so der BVE. Für die Ausfuhren ergebe sich ein Volumen von 325 Mrd. €. Dies entspreche bezogen auf 1993 einem Plus von 277 Prozent.

Für den Außenhandel mit Nicht-EU-Mitgliedsstaaten beziffert die BVE das Volumen auf 109 Mrd. € für die Einfuhren und die Exporte liegen bei 116 Mrd. €. Als die drei größten Absatzmärkte nennt die BVE die Niederlande, Frankreich und Italien. Bedeutendste Exportwaren sind Fleisch- und Fleischprodukte, Süß- und Dauerbackwaren sowie Milch- und Milchprodukte. 


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