EU-Finanzplanung

Lins will mehr Geld für die Landwirtschaft


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EU-Parlament
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Deutschland soll in den Auseinandersetzungen um die Zukunft des EU-Haushalts nachgeben. Das fordern vier Europaabgeordnete der CDU/CSU.

Landwirte können nach Ansicht der Unionsabgeordneten die anstehenden Herausforderungen nur mit ausreichenden Zuwendungen aus Brüssel meistern. „Aus meiner Sicht würde ich es daher begrüßen, wenn wir auf 1,3 Prozent des BIP als Anteil der Mitgliedstaaten für das EU-Budget gehen und nicht, wie Olaf Scholz, auf 1,0 Prozent beharren würden“, erklärte Norbert Lins, Vorsitzender des Agrarausschusses Europaparlament. Lins wünscht sich mehr Flexibilität und Weitsicht des Finanzministers. Lins und seine Kolleginnen Lena Düpont, Marlene Mortler, Christine Schneider beziehen sich auf den Koalitionsvertrag, nach dem das EU-Agrarbudget in gleicher Höhe verbleiben soll.

Die Abgeordneten trafen sich mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen. „Je höher die Anforderungen an unsere Landwirte in Sachen Klima und Umwelt steigen, umso mehr müssen sie finanziell ausgeglichen werden. Denn der Markt honoriert diesen Mehrwert bisher nicht,“ ergänzte die CSU-Abgeordnete Mortler. Die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten werden sich auf dem EU-Gipfel im Dezember mit dem mehrjährigen EU-Finanzrahmen beschäftigen. Eine Entscheidung wird aber erst im kommenden Jahr erwartet.

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  1. Ahrend Höper
    Erstellt 24. November 2019 10:35 | Permanent-Link

    Vier Europaabgeordnete der CDU/CSU wollen was für ihre Stammwähler erreichen? Das ehrt sie sehr! Leider ist die EU Agrarpolitik (GAP) durch unrealistische Vorgaben von praxisfremden Fantasten und Bürokraten in völlig falsches Fahrwasser geraten!
    "Lins wünscht sich mehr Flexibilität ...". Solange in Süd- und Osteuropa die EU Fördermittel für die Landwirtschaft so massenhaft in falsche Hände geraten und die CC Kontrollen vor Ort so schikanös durchgeführt werden, sollte man diese Art der Steuergeld Verschwendung sofort einstellen! OLAF ist außer Stande die Verteilung der Gelder zu kontrollieren! Eigentlich haben sich die EU Subventionen, die zur Lenkung der Produktion gedacht waren, vielmehr zu einer Geißel der Landwirtschaft entwickelt! Die sofortige Abschaffung dieser EU Gelder hätte für die Verbraucher (Steuerzahler) und letztendlich auch für die Agrarwirtschaft auf jeden Fall mehr Vor- als Nachteile! Siehe das Beispiel Neuseeland!

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