EU-Gipfel

Russlandexporte in weiter Ferne


Die EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland gehen in die Verlängerung. Russland wird voraussichtlich sein Einfuhrverbot für Lebensmittel aus der EU ebenfalls fortführen.

Bis Juli 2018 sollen die Wirtschaftssanktionen gegen Russland verlängert werden, haben die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten auf ihrem Treffen in Brüssel einstimmig beschlossen. Absehbar ist, dass Russland im Gegenzug sein Einfuhrverbot für Lebensmittel aus der EU fortsetzen wird. Damit ist eine Öffnung der russischen Grenzen für Agrarerzeugnisse aus der EU in weite Ferne gerückt.

Seit 2014 verhängt die EU Sanktionen gegen Russland, weil sich das Land nach Ansicht der Europäer zu wenig um Frieden in der Ostukraine bemüht. Russland weist die Forderungen der EU zur Umsetzung des Minsker Abkommens zurück und verlängerte im Gegenzug zu den EU-Sanktionen regelmäßig sein Embargo für europäische Lebensmittel. Das wird diesmal aller Voraussicht nach geschehen. Zwischenzeitlich regte sich Widerstand in einzelnen EU-Mitgliedstaaten gegen die Sanktionen, die politisch wenig ausrichten und hohe wirtschaftliche Schäden mit sich bringen. 
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