EU-Marktordnung

Huhn und Schwein sollen interventionsfähig werden


Die EU will Geflügelfleisch in Zukunft besser vor Preistälern schützen.
Foto: ZDG
Die EU will Geflügelfleisch in Zukunft besser vor Preistälern schützen.

Eine Mehrheit des Europaparlaments stimmt für den Ausbau des Sicherheitsnetzes in der Landwirtschaft. Die Liste der interventionsfähigen Erzeugnisse wird länger.

Erstmals wurde im Parlament über einen Teil des Reformvorschlags der EU-Kommission zur GAP abgestimmt. Die Abgeordneten legten bei der Reform den Schwerpunkt auf einen Ausbau des Sicherheitsnetzes in Fall von extremen Preistälern. So sollen neben Getreide, Zucker, Butter Magermilchpulver und Rindfleisch zukünftig auch Schweinefleisch und Geflügel interventionsfähige Erzeugnisse werden.

Bei Überproduktion drohen Sanktionen

Auch die Anreize zur Verminderung des Angebots wollen die Europaabgeordneten ausweiten. Die EU-Kommission sieht das in ihrem Vorschlag für den EU-Milchmarkt vor. Nach den Vorstellungen des Europaparlaments soll dies zukünftig für alle Erzeugnisse im Fall von Markverwerfungen möglich sein. Sollten die Anreize nicht zu einem Abbau der Überschüsse führen, sind sogar Sanktionen für die Landwirte vorgesehen.
Die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Instrumente reichten bei weitem nicht aus, erklärte der französische Berichterstatter und Sozialdemokrat Eric Andrieu. Die Position des Agrar-Ausschusses kann allerdings wegen der anstehenden Europawahlen nicht mehr vom Plenum des Europaparlaments abgestimmt werden. Das nächste Parlament muss sich deshalb nicht daran halten.

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