EU-Mercosur

Bewegung in Südamerika


Brasilien möchte endlich ein Freihandelsabkommen mit der EU abschließen. Erstmals gibt es substanzielle Angebote.

Die Präsidenten von Brasilien und Argentinien werden sich morgen in Buenos Aires treffen, um das weitere Vorgehen in den Mercosurverhandlungen zu besprechen. Besonders Brasilien drängt auf einen Abschluss. „Wir haben Fortschritte mit der EU erzielt und sind vielleicht drei bis vier Wochen von einer Einigung entfernt“, ließ die brasilianische Regierung durch ihren Sprecher Otávio Rêgo Barros verlauten.

EU-Agrarkommissar Phil Hogan bestätigte Bewegung in den Verhandlungen auf technischer Ebene. Erstmals gebe es substantielle Angebote der Mercosurländer, berichtete Hogan auf dem Informellen EU-Agrarrat in Bukarest. In den kommenden Wochen werde sich herausstellen, ob es Sinn mache, eine Ministerkonferenz anzuberaumen, um die Verhandlungen zum Abschluss zu bringen, führte der EU-Agrarkommissar aus.

Die EU erwartet einen besseren Marktzugang vor allem für Autoteile in Südamerika, aber auch für Molkereiprodukte. In Gegenzug ist die EU-Kommission bereit, den Mercosurländern unter anderem ein zusätzliches Einfuhrkontingent für 99.000 t Rindfleisch pro Jahr zu eröffnen, was in Irland und Frankreich auf Widerstand stößt.

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