EU-Mexiko Handelsabkommen

Neue Chancen für Käse und Schweinefleisch

Das bestehende Handelsabkommen der EU mit Mexiko wird modernisiert. Am Wochenende kommt es zum politischen Durchbruch. Vor allem der Agrarsektor soll weiter liberalisiert werden.

Mexiko senkt die Zölle für die Einfuhr von Käse und Schweinefleisch aus der EU. Bisher mussten für Blaukäse wie Roquefort und Gorgonzola 20 Prozent Zoll gezahlt werden, der zukünftig entfällt. Für Frischkäse wird in dem überarbeiteten Handelsabkommen für die EU ein zollfreies Jahreskontingent für 5000 t eingerichtet und für andere Käsesorten von 20.000 t. Für Milchpulver aus der EU soll es ein Einfuhrkontingent für zunächst 30.000 t geben, das im Laufe von 5 Jahren auf 50.000 t erhöht wird.

Bisher wurde Milchpulver mit Einfuhrzöllen von bis zu 50 Prozent belastet. Frisches und gefrorenes Schweinefleisch dürfen zukünftig zollfrei ohne Mengenbegrenzung geliefert werden mit Ausnahme von Schnitzel, für die ein Jahreskontingent von 10.000 t eingerichtet wird. Alle Erzeugnisse aus Geflügelfleisch befreit Mexiko von Einfuhrzöllen.

Mexiko will 330 verschiedene geografische Herkunftsbezeichnungen der EU respektieren, wobei für einzelne Erzeugnisse Übergangszeiten ausgehandelt wurden. Die EU öffnet ihren Markt für 10.000 t Rindfleisch, Honig, Bananen und Orangensaft aus Mexiko. Nach dem politischen Durchbruch am Wochenende sollen bis zum Ende des Jahres noch zahlreiche technische und juristische Einzelheiten im Abkommen ausgehandelt werden. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström wollte noch kein Datum für das in Kraft treten des Abkommens benennen, zumal die EU-Mitgliedstaaten, das Europaparlament und die nationalen Parlamente noch zustimmen müssen. Der Warenaustausch zwischen Mexiko hat sich zwischen 2000 und 2015 auf 53 Mrd. € verdoppelt.

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