EU-Interventionsbestände

Milchpulver zu Tierfutter


Was tun mit den Magermilchpulverreserven der EU? Der DBV-Milchbauernpräsident Karsten Schmal sprach darüber mit EU-Agrarkommissar Phil Hogan in Brüssel. Die Ideen reichen von Tierfutter bis zur Nothilfe.


Es ist ein Kreuz mit den 380.000 t Magermilchpulver, die in den Lägern der öffentlichen Hand liegen. In den Zeiten der Not entlastete es den Markt, doch irgendwann muss die Ware wieder zurückkommen. Und dann würde sie den ohnehin kritischen Milchmarkt weiter belasten.

Das Magermilchpulver der EU wird bereits unter dem Interventionspreis von 189,80 € verkauft. Aktuell liegt der EU-Preis bei 132 € pro 100 kg, meldet das österreichische Nachrichtenportal aiz.info. In der Folge sinken die Erzeugerpreise. Aus Frankreich kam der Vorschlag, die Lagerbestände „beschleunigt abzubauen“. So könnte man das Pulver als Eiweißquelle für die Tierernährung nutzen. Diese Idee unterstützt auch Schmal. Er appellierte an Hogan, die finanziellen und rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, um Magermilchpulver aus der Intervention in Mischfuttermitteln einzusetzen. 

Am liebsten wäre Schmal natürlich, die Ware gar nicht auf den Markt zu schieben. Die EU solle prüfen, ob man das Pulver nicht an Bedürftige abgeben könne. Er schlug Hogan vor, die Möglichkeit zu schaffen, Interventionsware zu verarbeiten und Lebensmittel direkt an Bedürftige weiterreichen zu können. Die EU-Institutionen sollten ebenfalls in Betracht ziehen, in Krisenregionen die Versorgung mit Magermilchpulver aus der Intervention zu verbessern. Die UNO habe vor Kurzem signalisiert, dass Milchpulver aus der EU als akute Nothilfe sehr willkommen sei. Die UNO hatte vor kurzem festgestellt, dass europäisches Milchpulver als Akuthilfe sehr willkommen sei.

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