EU-Schweinepreise

Optimismus hält an - Preise steigen erneut


1) korrigierte Notierungen: Die offiziellen Notierungen der einzelnen Staaten sind durch Korrekturen auf eine gemeinsame Referenzbasis gestellt worden. 03.12.2019 2) Diese Preise beziehen sich auf die seit 01.08.2010 angewendeten Korrekturformeln. Referenzbasis: 57 % MFA; ab-Hof; 79 % Ausschlachtung, ohne MWST
ISN
1) korrigierte Notierungen: Die offiziellen Notierungen der einzelnen Staaten sind durch Korrekturen auf eine gemeinsame Referenzbasis gestellt worden. 03.12.2019 2) Diese Preise beziehen sich auf die seit 01.08.2010 angewendeten Korrekturformeln. Referenzbasis: 57 % MFA; ab-Hof; 79 % Ausschlachtung, ohne MWST

Der Schlachtschweinemarkt in Europa setzt die für diese Jahreszeit ungewöhnliche Entwicklung fort. In den EU-Mitgliedsländern zeigen sich deutliche Preisanstiege.

Die Notierungsanstiege reichen von korrigierten 4 Cent in Großbritannien bis zu 6 Cent in Belgien. Innerhalb dieser genannten Bandbreite legten auch die Notierungen in Spanien, Deutschland, den Niederlanden und Österreich zu. Die rückläufigen Schweineschlachtungen in den meisten EU-Mitgliedsländern in diesem Jahr bei einem gleichzeitig extrem anziehenden Absatz in Richtung China machen sich deutlich bemerkbar. Zudem zog zuletzt auch der innereuropäische Fleischhandel an und damit auch der Wettbewerb um schlachtreife Schweine. Grenzübergreifend tut sich die Fleischindustrie jedoch schwer, höhere Preise an den Lebensmitteleinzelhandel durchzusetzen.

Die dänische Notierung bleibt wie angekündigt stabil auf dem erreichten Niveau. Auch in Frankreich bewegt sich die Notierung nicht. Dort fällt das Angebot an schlachtreifen Schweinen ausreichend aus, außerdem sei für Donnerstag ein nationaler Streik mit zu erwartenden Logistikproblemen angekündigt worden.

Bedingt durch die leicht abgestufte Preisentwicklung für Schlachtschweine in den verschiedenen EU-Ländern kommt es zu Veränderungen im europäischen Preisgefüge der fünf größten Schweine haltenden EU-Mitgliedsländer. Spanien schiebt sich wieder auf den ersten Rang und verweist Dänemark auf Rang 2. Deutschland rangiert nun mit marginalem Abstand hinter Dänemark.

Am hiesigen Schlachtschweinemarkt lässt sich zu Wochenbeginn die Nachfrage nach schlachtreifen Schweinen kaum decken. Das Kaufinteresse der Schlachtunternehmen ist ungebrochen. Von einem weiteren Preisanstieg in noch zu ermittelnder Höhe ist aus heutiger Sicht auszugehen.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats