EU-Umfrage

Vertrauen in EU auf Vier-Jahres-Hoch


Vor der EU-Wahl entwickelten sich die Zustimmungswerte positiv.
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Vor der EU-Wahl entwickelten sich die Zustimmungswerte positiv.

Die Zustimmungswerte der Bürger zur EU haben sich leicht verbessert. Der Klimawandel wird erstmals als zweitwichtigstes Problem in Europa wahrgenommen.

Das Vertrauen in die EU ist so groß wie seit 2014 nicht mehr. Gleichzeitig ist der Anteil der Europäer, die ein positives Bild von Europäer haben, in 23 Ländern auf insgesamt 45 Prozent gestiegen. Das ist das Ergebnis der Eurobarometer-Umfrage.

55 Prozent sind mit der Demokratie in der EU zufrieden, während 56 Prozent der EU-Bürger der Meinung sind, dass ihre Stimme in der EU zählt. Die Umfrage wurde zwischen dem 7. Juni und dem 1. Juli 2019 durchgeführt, also vor der Kandidatur von Ursula von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin.

Eine Mehrheit von 61 Prozent ist zuversichtlich, was die Zukunft der EU angeht. Im Irland (85 Prozent) ist der Optimismus am größten, während das Vereinigte Königreich (47 Prozent) und Frankreich (50 Prozent) die Zukunft des Staatenbundes kritischer sehen.

Klimawandel ist das zweitgrößte Problem

Mehr als drei Viertel in der Währungszone unterstützen den Euro. Der wirtschaftliche Zustand wird sehr ausgeglichen wahrgenommen. 49 Prozent bewerten die Lage der nationalen Volkswirtschaften als gut, 47 Prozent sind nicht dieser Meinung. EU-Weit fühlen sich drei Viertel (73 Prozent) als Bürger der EU. Sogar 81 Prozent befürworten die Freizügigkeit von EU-Bürgerinnen, also die Fähigkeit, überall zu leben, zu arbeiten, zu studieren und Geschäfte tätigen können.

Als das größte Problem auf EU-Ebene wird die Zuwanderung empfunden. Erstmals seit der letzten Befragung im Herbst 2018 steht der Klimawandel an zweiter Stelle. Da rangierte der Klimawandel noch auf dem fünften Platz. Auf Platz stehen mit dem jeweils gleichen Anteil von 18 Prozentpunkten die wirtschaftliche Lage, der Zustand der öffentlichen Finanzen der Mitgliedsstaaten und Terrorismus.

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