Europa

Brexit kostet Bauern knapp 3 Mrd. € pro Jahr


Die Trennung von Großbritannien wird teuer, meint Farm Europe. Landwirte in der EU müssen mit Einkommensverlusten mindestens zwischen 2 und 4,5 Prozent rechnen, erklärt die Brüsseler Beraterfirma.

Wenn Großbritannien die EU verlässt, gehen mindestens rund 7 Mrd. € an Beiträgen verloren. Für den Agrarsektor ist das mit einem Verlust von jährlich 2,7 Mrd. € verbunden. Zu diesem Ergebnis kommt die Brüsseler Beratungsagentur Farm Europe.  

Farm Europe hat die finanziellen Folgen des Bexits kalkuliert. Demzufolge müssen die EU-Politiker im günstigsten Fall mit einem um 5 Prozent geschrumpften Budget für die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) auskommen. Nur auf die Direktzahlungen der ersten Säule umgerechnet, würde der Brexit eine Lücke von 6,5 Prozent hinterlassen. 

Drei Szenarien

Farm Facts hat drei Szenarien durchgerechnet, um die direkten Auswirkungen auf die Einkommen der Landwirte zu erfassen. In dem günstigsten Fall - Lücke von 2,7 Mrd. € - ist mit Einkommensverlusten zwischen 2 und 4,5 Prozent zu rechnen. Die Folgen fallen je nach Land unterschiedlich aus.

In sechs EU-Ländern ist der Studie zufolge mit einem Verlust bei den landwirtschaftlichen Einkommen von mehr als 4,5 Prozent zu rechnen. Am schlimmsten sind Dänemark und die Slowakei mit mehr als 10 Prozent betroffen. Landwirte aus 14 weiteren Ländern sollen sich auf Verluste zwischen 2 und 3 Prozent einstellen.

#zt#Geld effizient ausgeben#/ZT#

Sektoren, die momentan schon unter schwachen Preisen leiden wie die Milcherzeugung würden Schwierigkeiten haben, diese Verluste auszugleichen, warnen die Berater von Farm Europe. Die Herausforderung der nächsten GAP-Reform liegt demzufolge in zwei Punkten: das Budget zu sichern und das Geld effizient auszugeben.


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