Europaparlament

Studie: Alte Tiere leiden unter Transport


LWK NRW

Trotz der bestehenden Schutzgesetze sind auch in der EU Tiertransporte immer noch ein kritisches Thema. Abgeordnete aus dem Europaparlament bemängeln die Umsetzung der EU-Tiertransportrichtlinie.

Vor allem ältere Kühe und Sauen leiden unter ihrem Transport. Dies geht aus einer Studie hervor, die das Europaparlament zu Tiertransporten hat anfertigen lassen. Tiere am Ende ihres Produktionszyklus würden zum Schlachthof gefahren, obwohl sie zum Teil nicht mehr transportfähig seien, erklärte Willy Baltussen von Wageningen Economic Research, der an der Studie beteiligt war. Allerdings habe er keine Alternative zu bieten, gab Baltussen bei der Vorstellung der Studie im Agrarausschuss zu. Denn wenn die alten Tiere in den landwirtschaftlichen Betrieben geschlachtet würden, seien sie nur noch Abfall, was zu einer Verschwendung von Lebensmitteln führe.

Mehrzahl ohne Verstöße

Das Gros der Masttiere werde in der EU zumeist über kürzere Strecken und ohne Verstöße gegen den Tierschutz in die Schlachthöfe transportiert, geht des Weiteren aus der Studie hervor. Langstreckentransporte von Tieren seien in den Sommermonaten problematisch, vor allem wenn es in südliche Länder gehe. Zu loben seinen deshalb temporäre Transportverbote in den Niederlanden, Frankreich und Österreich, um die Tiere vor zu großer Hitze zu schützen. Der EP-Agrarausschuss will über seinen Bericht zur Umsetzung der EU-Tiertransportrichtlinie (1/2005) im Januar abstimmen.

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