Europawahlen

Agrarkandidaten der CSU und FDP mussten zittern


Schafften es gerade so ins EU-Parlament: Marlene Mortler (CSU) aus Bayern und Jan-Christoph Oetjen (FDP) aus Schleswig-Holstein.
Bild: az
Schafften es gerade so ins EU-Parlament: Marlene Mortler (CSU) aus Bayern und Jan-Christoph Oetjen (FDP) aus Schleswig-Holstein.

Marlene Mortler (CSU) wechselt vom Bundestag ins Europaparlament. Auf Platz 6 der CSU-Liste hat sie es gerade noch geschafft. Auch für Jan-Christoph Oetjen (FDP) gingen die Europawahlen gut aus.

In Bayern konnte die CSU ihren Stimmenanteil halten, im Gegensatz zur CDU in den anderen Bundesländern. Mit einem Anteil der CSU von 40 Prozent kommt die Partei auf 6 Sitze für das Europaparlament. Mortler steht auf Platz 6 und zieht deshalb ins Europarlament ein. Der schleswig-holsteinische Kandidat Oetjen stand auf Platz 5 der FDP Liste und hat die Zitterpartie ebenfalls überstanden. Er wird sich in der Fraktion der Liberalen (Alde) über einen Sitz im EP-Agrarausschuss mit Ulrike Müller von den Freien Wählern verständigen müssen, die es ebenfalls geschafft hat.

Martin Häusling (Grüne) wird zum dritten Mal ins Europaparlament einziehen und freut sich besonders, dass die Grünen in seinem nordhessischen Ort Bad Zwesen die meisten Stimmen bekommen haben. „Die Grünen werden ein entscheidendes Wörtchen mitreden“, freute sich Häusling am Wahlabend. Dr. Peter Jahr (CDU) wird als Oberster der sächsischen Liste ebenfalls wieder Abgeordneter in Brüssel. In seinem Heimatort Lunzenau hat die CDU Stimmenanteile verloren und könnte sich mit 32,1 Prozent nur knapp vor der AfD mit 29 platzieren.

Auch Norbert Lins von der CDU in Baden-Württemberg wird wieder dabei sein. Dr. Sylvia Limmer, Tierärztin aus Bayreuth, reichen die 11 Sitze der AfD für das Europaparlament. Maria Noichl (SPD), musste auf Platz 3 der Bundesliste keine Sorge über ihren Wiedereinzug ins Europaparlament haben. Sie ist dennoch über das Wahldebakel ihrer Partei enttäuscht. „Kein schöner Tag für die SPD in Bayern“, erklärte Noichl am Wahlabend. Nicht geschafft hat es Marianne Kolter von den Linken.

Die deutschen Linken bekommen 5 Sitze im Parlament, weshalb Kolter mit Position 9 auf der Liste nicht mit dabei sein wird. Neu sind der Abgeordnete Martin Kenny Buschmann mit einem Sitz für die Tierschutzpartei und Prof. Klaus Buchner mit einem Sitz für die ÖDP im Europaparlament. 

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