Ex-Trump-Berater

"Er hat keine Ahnung von Wirtschaft“


Der vor wenigen Tagen aus dem Beratergremium von US-Präsident Trump ausgeschiedene Konzernchef Martin Richenhagen äußert sich zu den Vorgängen. Er findet wenig schmeichelhafte Worte zum Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten.

Richenhagen, der den Agrarkonzern Agco (Fendt) leitet und Mitglied der amerikanischen Handelskammer ist, bestätigte im Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit viele der angeblichen Charakteristika des amerikanischen Präsidenten. Er selbst habe gedacht, Trumps Populismus sei nur Show, er sah sich jedoch mit der Realität konfrontiert. „Er bringt im kleinen Kreis dieselben einfachen Botschaften, die man aus den Medien von ihm kennt. Er ist ungebildet, er ist ein schlechter Zuhörer, und er hat keine Ahnung von Wirtschaft.“

Weiterhin führt Richenhagen aus: „Es gab ja die Vorstellung, dass man Trump einhegen kann, wenn man ihn mit den richtigen Leuten zusammen bringt. Das funktioniert aber offenbar nicht. Er umgibt sich mehr und mehr mit Radikalen, Spinnern und Außenseitern.“ Als besonders peinlich bezeichnete er das Verhalten des deutschen Siemens-Managers Joe Kaeser beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Dort habe der oberste Siemensianer beim Abendessen mit Trump gesessen und dessen Steuerreform lobgepriesen. „In dieser Runde ist nicht ein kritisches Wort gefallen. Alle haben nur versucht, sich bei ihm einzuschmeicheln, offenbar weil sie sich davon Vorteile versprachen.“  


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