Familie Tönnies

Fehde flammt wieder auf


Clemens Tönnies (rechts) und sein Sohn Maximilian (links), hier im Rahmen einer Pressekonferenz, wollen das Unternehmen weiterführen. In der Mitte sitzt Andres Ruff, Co-CEO von Tönnies.
Bild: Tönnies
Clemens Tönnies (rechts) und sein Sohn Maximilian (links), hier im Rahmen einer Pressekonferenz, wollen das Unternehmen weiterführen. In der Mitte sitzt Andres Ruff, Co-CEO von Tönnies.

Mit dem Burgfrieden im Tönnies-Clan ist es vorbei. Der Familienstreit geht in eine neue Runde. Diesmal will Robert Tönnies den Verkauf der Unternehmensgruppe Tönnies erzwingen.

Mit einem Einigungsvertrag zogen Clemens Tönnies und sein Neffe Robert Tönnies im April 2017 einen Schlussstrich über eine jahrelange Familienfehde. Seither verfügt der Konzern mit Schlachtstätten für Rinder und Schweine sowie Wurstfabriken über eine Holdingstruktur, in der beide Gesellschafterfamilien durch Geschäftsführer vertreten sind. Zusätzlich wurde ein Beirat geschaffen, der die Holding-Geschäftsführung in zentralen Unternehmensfragen berät. Das Gremium entscheidet auch bei möglichen Pattsituationen im Geschäftsführungs- oder Gesellschafterkreis.

Damit soll nun nach übereinstimmenden Meldungen von Deutscher Presse-Agentur und „Lebensmittel Zeitung“ Schluss sein. Robert Tönnies pocht jetzt auf einen Verkauf der Gruppe. Dabei beruft sich der 41-Jährige auf eine Vereinbarung, die genau das bei neuen Streitigkeiten vorsieht. Aus der Unternehmenszentrale ließ Konzernchef Clemens Tönnies über seinen Sprecher verlautbaren: „Wie auch immer mein Neffe agiert und was er über Jahre hinweg schon im Sinn gehabt hat. Mein Sohn Maximilian und ich werden das Unternehmen nicht verkaufen. Wir sind hervorragend aufgestellt und sehr erfolgreich.“

Die Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit rund 16.000 Mitarbeiter und erlöste 2018 einen Gesamtumsatz von 6,65 Mrd. Euro. Mehr zum Thema finden Sie auf der agrarzeitung.de-Schwesterplattform „lebensmittelzeitung.net“.

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